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AKTUELLES

Werte Besucher,

die Botanischen Sammlungen Landschloß Pirna-Zuschendorf ist von März bis Oktober für Besucher geöffnet.

Seit der Kamelienblüte ab Anfang März 2022 sind der Park mit den Pflanzensammlungen sowie die Glashäusern und Schlossräume für unsere Besucher geöffnet.

Kleine Hinweise: Eine Anmeldung ist vor einem Besuch nicht notwendig. Der Eingang mit Kassenbereich befindet sich im Blumenladen `Bonsaihof´ direkt an der Liebstädter Straße in Pirna-Zuschendorf.

Öffnungszeiten für Schloss und Park Zuschendorf ab März 2022 bis 16.10.2022:

Dienstag bis Sonntag und feiertags: 10 – 17 Uhr

Der Eintritt für Schloss & Park (ohne Blütenschau) kostet 5,00 €; ermäßigt 4,00 €.

Hunde sind in der Anlage gestattet.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Botanischen Sammlung Landschloß Zuschendorf: www.kamelienschloss.de

Hortensien – die große Sommerblüte von Mitte Juli bis Mitte August in den

Botanischen Sammlungen Landschloß Pirna - Zuschendorf

Das heiße sonnige Wetter der letzten Wochen hat es unseren Hortensien wahrlich nicht leicht gemacht. Doch dank der Gärtner wurden die Pflanzen beinahe im Stundentakt mit kühlem Nass besprüht. Nun sind alle umgetopft, gedüngt und im Garten aufgestellt.

Die Zuschendorfer Botanischen Sammlungen verfügen mit einer Sammlung von über 500 zumeist historischen Sorten neben Schloss Moyland am Niederrhein über eine der beiden größten Sammlungen Deutschlands. Das Spektrum reicht von den allerersten Einfuhren aus Japan über die ersten europäischen Züchtungen aus Frankreich, die darauffolgende imposante Zuchtentwicklung in Deutschland bis hin zu den neuesten Sorten. Im linken Parkteil, gleich in der Nähe des Einganges, haben wir die meisten Sorten der Garten-hortensien alphabetisch in Beeten aufgestellt.

Geht man den unteren Weg Richtung Schloss, so ist dieser mit Schauhortensien gesäumt. Weiter entlang des Teiches kommt man zum Schlossvorplatz, wo wiederum Schauhortensien und eine weitere Besonderheit warten: Kürzlich wurden in Dresden zwei für Ampeln geeignete Sorten gezüchtet, die wir an einer alten eisernen Pergola angebracht haben. Der Weg setzt sich fort zum oberen von uralten Eichen gesäumten Parkteil. Dort erwartet die Besucher eine weitere Schaugruppe. Von dort aus gelangt man durch einen aufsteigenden Weg umgeben von blühenden Rispen- und Eichblatthortensien zur Aufstellung der von der Hydrangea Breeders Association (HBA) gezüchteten Sorten. Dabei handelt es sich um aktuelle Sorten, entstanden durch einen Zusammenschluss verschiedener holländischer und deutscher Züchter.  Der Weg führt nun weiter durch das obere Gewächshaus in einen kleinen reizvollen Hof mit Hortensien und Pelargonien. Die in der Flut 2003 zerstörte Zuschendorfer Brücke wurde dort für die eingrenzende Mauer verwendet.

Von hier aus betritt man den Hortensienpark mit zur Winterhärtetestung ausgepflanzten Exemplaren. Während Rispenhortensien und auch andere Arten jedes Jahr sicher blühen, hängt die Üppigkeit der Blüte der Gartenhortensien vom Frost, vor allem den Früh- und Spätfrösten ab. Dieses Jahr sind demnach nur die härtesten Sorten in diesem Parkteil blühend zu erleben. Interessant ist dies allemal für alle, die in klimatisch ungünstigen Lagen leben und trotzdem nicht auf Hortensien verzichten wollen. Vor allem die sächsische Züchtung der letzten Jahre hat hier bemerkenswerte Fortschritte gemacht und knüpft damit an die Härte sehr alter Sorten an. Dies jedoch mit verbesserten Eigenschaften wie festeren Stielen und intensiverer Farbigkeit. Langsam werden auch hier unsere Schutzpflanzungen wirksam, so dass von Jahr zu Jahr die Anzahl der blühenden Sorten größer wird.

Im Gutspark sind bis Anfang Oktober Bonsai und Zwergobstbäume unserer Sammlungen aufgestellt. Bei den Bonsai liegt der Schwerpunkt auf heimischen Gehölzen in natürlichen Baumformen. Zwergobstbäume oder "Obstorangerien im Scherben" sind Zeugen einer höfischen Gartenkunst aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bäume mit reifen Früchten wurden auf die Festtafeln gestellt und die Herrschaft konnte sich das Obst frisch vom Baum pflücken.

Im Schloss bleiben weiter die Szenen unserer Ausstellung "Das härteste Holz, das beste Öl, die schönsten Kamelien" anzuschauen. Dabei veranschaulichen wir die Nutzung von Kamelienholz und -öl. Im Festsaal erlebt man eine historische Küchenszene zum Thema "Kochen mit Kamelienöl".  Im Vestibül in einer japanischen Schirmbauerwerkstatt werden Papierschirme mit Kamelienöl wasserdicht gemacht.  Im Salon kann man weiterhin erfahren, wie mit Kamelienholz das böse Fieber vertrieben wird.

Die imposanten großen Wurzelkugeln von Peter Bortig sind im Wehrgang aufgestellt.

Die nächste Hortensienschau in den Räumen des Landschlosses findet wegen des Wechsels mit der Weihnachtsausstellung 2023 statt.

Von Mitte Juli bis Mitte August werden die meisten Sorten blühen.

Gemäß der Aussage von Karl Foerster, dass keine Blüte so schön stirbt wie die der Hortensie, kann man sich dann noch lange bis in den Herbst an den Blüten erfreuen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Hortensien sind bei kühlem und feuchtem Wetter deutlich schöner anzuschauen als bei Hitze und Sonne.

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10.00 – 17.00 Uhr,

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 4,00 €

www.kamelienschloss.de

Vorankündigung:

23.11. – 11.12.2022   Weihnachten im Landschloß

  „Mundgeblasen und gedrechselt - Weihnachtliches aus Thüringen und dem Erzgebirge“

Zu einer richtigen sächsischen Weihnacht gehören die gedrechselten und geschnitzten Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge genauso wie der mundgeblasene gläserne Christbaumschmuck aus Thüringen. Ein historischer Arbeitsplatz eines Lauschaer Glasbläsers wird in der Ausstellung ganz nahe der Fußdrehbank eines erzgebirgischen Drechslers stehen. Zwischen den beiden Ländern gibt es viele wechselseitige Einflüsse. So werden wir z.B. Thüringer Nußknacker aus der Zeit des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts zeigen, die den erzgebirgischen als Vorbild dienten. 

Darüber hinaus wird in beiden Schlossetagen alles dabei sein, was Weihnachten in Sachsen so ausmacht: die alten erzgebirgischen Männel, Pyramiden und Spielzeuge, eine alte Blechspieleisenbahn in Spur I, dazu knisternde Feuer im Kamin und Glühwein im mittelalterlichen Schlossgewölbe.

Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr sowie Montag: 10 - 16 Uhr

Eintritt Sonderschau: 6,00 €, ermäßigt 5,00 €